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Eine Seite des Wahnsinns

(Orig.: Kurutta Ippiji )

Japan   1926

Live-Konzert im Ulmer Münster

Regie:Teinosuke Kinugasa
Musik:Thomas Grieser
Eberhard Göler
Darst.:Masao Inue
Yoshie Nakagawa
Ayako Iijima

Cineasta möchte auf dieses Projekt hinweisen, dass sich für Filmfreunde sehr lohnen dürfte:



"FILM&POPchips" kooperiert mit der Münstergemeinde

28. Juni 2002 um 21 Uhr im Ulmer Münster

Japanische Filmkunst und live improvisierte Musik

"Eine Seite des Wahnsinns" aus dem Jahr 1926 (Originaltitel "Kurutta Ippiji")


Der Regisseur dieses Films, Teinosuke Kinugasa (1896-1982), gilt als wichtiger Vertreter japanischer Filmkunst. Er drehte seinen Film (Originaltitel: Kurutta Ippeiji) ohne Kenntnis der damaligen westlichen Filmmoderne, doch setzte er mit äußerster Ökonomie die selben Mittel ein, womit er in Japan einen völlig neuartigen visuellen Versuch wagte. Eine fast aufrührerische Tatsache, die in Anbetracht der Überheblichkeit, mit der dieser Film in der westlichen Welt lange Jahre schlichtweg "übersehen" wurde, nachdenklich stimmt. Diesen interessanten Film, der erst in den 70er Jahre weltweit Beachtung erlangte, halten wir für ein wichtiges Werk, nicht nur seiner Zeit.
Der Film, eine expressive Studie, ist unglaublich modern, aktuell und mitreißend. Kinogasa erzählt die Geschichte einer Frau, die wahnsinnig im Käfig eines Irrenhauses lebt, von ihrem Mann sanft bewacht. Er wird dort als Gelegenheitsarbeiter beschäftigt. Die Frau ist hoffnungslos ihrem Gefangenensein verhaftet. Die Wirklichkeit einer inhumanen Aufbewahrungs- und Absonderungspraktik verschmilzt mit den grandios eingeschnittenen und eingeblendeten Vorstellungen der Patienten und Gesunden zu einer beklemmenden Einheit, die realistischer ist als jede gutgemeinte, aber plane Anklage sozialer Ungerechtigkeit.
Unsere Musiker sind daran interessiert, diesen Stummfilm mit zeitgenössischer Musik zu vertonen. Thomas Grieser spielt E-Baß und Kontrabaß, Eberhard Göler elektrische Gitarre, Herbert Hackl Baßklarinette und Saxophon. Da es im Ulmer Münster eine schöne Orgel gibt, scheint es uns mehr als angebracht, das Klangspektrum dieses Instrumentes musikalisch einzubinden. Wer die Orgel spielen wird, steht zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht fest.

(Hilde Steinfurth )

Links:

mehr Details zu diesem Film...

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