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Prinzessin Mononoke

(Orig.: Mononoke Hime )

Japan   1997

Anime

Regie:Hayao Miyazaki
Buch:Hayao Miyazaki
Länge:135 min.

Ashitaka, der junge Prinz eines kleinen Stammes im frühen japanischen Mittelalter, wird beim Kampf gegen einen Dämon, der sein Dorf angreift, verwundet. Er kann das Monster in Form eines großen Wildschweines, daß von wurstartigen Würmern beherrscht wird zwar töten und sein Dorf damit retten, aber er ist nun verflucht, denn eine Wunde, die ihm beim Kampf zugefügt wurde, hat ihn vergiftet und wenn das Gift das Herz (den Knochen?) erreicht muss er sterben. Auf den Rat der Dorfschamanin hin verläßt er seine Heimat in der Hoffnung, dass der Tiergott aus dessen Wald der besessene Eber anscheinend kam ihn heilen kann. Kurz bevor er sein Ziel erreicht, findet er an einem Fluss zwei verwundete Männer und macht eine merkwürdige Beobachtung: am anderen Flußufer finden sich drei kollosale Wölfe und ein wildes Mädchen ein, die dem größten der Wölfe eine Wunde aussaugt. Er bringt die Männer durch den heiligen Wald in ihr Dorf, eine festungsähnliche Anlage, deren Bewohner sich auf den Abbau von Eisen spezialiesiert haben. Um an das Eisen zu gelangen roden sie den Wald, was der Grund für die Verwandlung des Ebers zum Dämon war. Die Dorfbewohner werden von einer Frau unterstützt, die zum Kampf gegen die Tiere des Waldes eine völlig neue Waffe einsetzt: Gewehre. Als die menschliche Tochter des Wolfsclans San (das Mädchen, das Ashitaka am Fluß gesehen hat) mit Hilfe ihrer (Stief)mutter, der großen Wölfin, in das Dorf gelangt um die Frau zu töten, kann er sie Dank seiner Verwundung, die ihm übernatürliche Kräfte verleiht, vor den aufgebrachten Dorfbewohnern retten, wird aber von einer Frau, deren Mann von den Wölfen getötet wurde, durch einen Gewehrschuss schwer verwundet. Ashitaka, der gerade bewußtlos geworden ist als San wieder zu sich kam, wird nach anfänglichem zögern von ihr zu einem Waldsee gebracht, wo sich der Tiergott von dem Riesen der er nachtsüber ist in seine Tagesgestalt einen heiligen Hirsch mit erschreckend menschlichem Antlitz verwandelt. Diesem Schauspiel wohnt auch ein kleines Männchen bei, daß den kaiserlichen Auftrag hat den Tiergott zu, töten da sein Kopf Unsterblichkeit verleihen soll. Er muss sich allerdings zurückziehen, da der Clan der Wildschweine sich im heiligen Wald einfindet, um die zwar aussichtslose aber entscheidende Schlacht gegen die Menschen im Dorf zu kämpfen. Desweilen muss Ashitaka feststellen, dass der Tiergott zwar die Schusswunde geheilt hat, ihn aber nicht von seinem Fluch befreit hat: die Wunde die vorher nur seinen Oberarm bedeckte hat sich noch weiter ausgebreitet. Wenn er wieder bei Kräften ist, wird er den Wald verlassen und sterben. Unterdessen trifft der kleine Mann bei den Eisenhütten ein und berichtet der Frau (die die eigentliche Anführerin des Dorfes ist) von dem bevorstehenden Angriff der Eber. Sie bereitet abseits des Dorfes mit den Fährtenlesern des kleinen Mannes und den Kriegern des Dorfes eine Falle vor und lässt die Frauen im Dorfes zurück, damit diese sich mit Gewehren um den Kaiser und seine Samurai, die auf ihr Eisen scharf sind, kümmern. Ashitaka, der fast schon den Ort des Geschehens verlassen hatte, kehrt zurück und befreit einen von Sans Wolfsgeschwistern aus den Leichen der Eber, die bei der Schlacht unterlegen waren, um mit ihm zusammen San zu suchen. Diese ist mit dem schwerverwundeten Anführer der Eber und ihrer, ebenfalls verwundeten, Mutter, der Anführerin der Wölfe auf dem Weg zum Tiergott. Leider war das genau das, was die Frau und das Männlein gewollt haben und sie folgen San heimlich. Kurz bevor sie den Waldsee des Tiergottes erreichen mutiert der weiße Eber zum Dämon. Doch Tiergott erscheint und nimmt das Leben des Ebers und des Wolfes an sich. Da es Nacht wird verwandelt er sich zum wieder zum Nachtriesen, doch die Frau ist schnell und schießt ihm während seiner Verwandlung den Kopf ab. Der Nachtriese irrt nun ohne Kopf umher, eine von ihm ausgehende Masse giftigen Schleims wälzt sich talwärts und das was vom Wald nach übrig ist verdorrt unter seinen suchenden Händen. Auch Asitaka und San suchen fieberhaft das Männlein, daß sich mit dem Kopf des Tiergottes noch bis zur Morgendämmerung durchhalten will. Schließlich sind sie und das Männlein allerdings vom Schlamm eingeschlossen und sie können dem Nachtriesen seinen Kopf wiedergeben. Dieser stürzt auf die Eisenhütten und zerstört sie völlig, bevor er sich auflöst. Die Frau, die sich mit ihren Leuten vor den Schleimmassen auf einem See in Sicherheit gebracht hat, beschließt ein friedliches Dorf aufzubauen, da die Anführerin der Wölfe ihr trotz des Hasses den diese gegen die Frau hegte, als sie im sterben lag vor dem Nachtriesen gerettet hat. Der Wald beginnt durch den Waldgott wieder zu wachsen und Ashitaka und San beschließen sich gegenseitig zu besuchen.

Studio Ghibli at its best! Ich hatte vor diesem noch nie einen Film von Miyazaki gesehen, wusste allerdings durch Mangas und Reviews wer dieser Mann war. Und ich muss sagen, dass der Film meine ohnehin schon hohen Erwartungen bei weitem übertroffen hat. Studio Ghibli hat hier einen Film hervorgebracht dessen Standart Disney und Konsorten nie und in keiner Kategorie erreichen werden (ausgenommen die Kategorie des höchsten und peinlichsten Gesangspensums) Aber man soll Animes nicht mit Disney vergleichen um nicht größenwahnsinnig zu werden. Auch wenn die Story auf den ersten Blick nicht besonders außergewöhnlich erscheint, die Atmosphäre des Films ist umwerfend. Ein weiterer für mich typischer Punkt des Miyazaki-Films sind die Kinder in den Hauptrollen. Wer nur wenig andere Mangas und Anime kennt und schlanke Charadesigns mit langen Beinen für typisch hält, muss sich wohl erst an Hayaos Figuren gewöhnen, die manchmal ein wenig wie Gestalten aus einem Kinderbuch wirken (was dem Film seine ganz eigene, wunderschöne Atmosphäre verleiht). San, Ashitaka und das Männlein tragen manchmal Umhänge die ihr ohnehin schon natürlich eher kleine Körper richtig kugelförmig aussehen lassen. Nichtsdestotrotz wird aber auch vor "Hakkenden"ähnlichen blutigen Szenen nicht zurückgeschreckt. Ich frage mich wie Buena Vista den Film in Deutschland dem Mainstream vermarkten will, ein geköpfter Reiter, der erst nach ein paar Schhritten vom Pferd fällt, wird die Altersbeschränkung leider gezwungendermaßen nach oben kurbeln, aber für den durchschnittlichen 16jährigen wie ich ihn kenne, wird der Film bevor er ihn gesehen hat zu kinderhaft wirken. Mir schwahnt, daß dieser Film, wenn nicht geschnitten (bloß nicht) in "normalen", nur in kommunalen Kinos laufen wird (das wär allerdings schon mehr als man verlangen kann, nicht?). Der Film hat nachdem ich ihn auf dem Comic Salon in Erlangen 98 gesehen habe meinen Vorstellungen eines typischen Miyazakis in jeder Hinsicht entsprochen. Seltsame Gestalten wie der Nachtriese (ich musste mich beherrschen, dass mir nicht der Kiefer runterklappte, diese Figur ist genial) und andere seltsame Wesen wie z.B. die kleinen weißen Waldgeister (Ahhhrg, wie war der Name ???) sind ebenso vorhanden wie, die für mich irgendwie typischen Kinder als Hauptpersonen und eine Prise Naturverbundenheit. Als ich das erste mal San auf dem Cover der franzödischen Animeland sah, habe ich das Design nicht gemocht. Das Gesicht war sehr ausdrucksstark was mich beindruckte, doch diese ungeordneten Haare und die großen muschelähnlichen Ohrringe gefielen mir nicht. Heute liebe ich es. Alles an dem Design ist genial, selten habe ich so schöne Augen gesehen. Das irgendwie abgedroschene auf Wölfen reiten, ist atemberaubend wenn man es animiert sieht. Die Landschaftten sind wie aus alten Gemälden und Farben und Qualität des Films sind wunderbar. Wer also der Meinung ist, der deutsche Zeichentrickfilm könnte besser sein und Machwerke wie "Werner- das muss kesseln" und Co. als Verschwendung von Arbeitskraft und Cels ansieht, hat hier die ultimative Rechtfertigung. Warum, verdammt nochmal, entwickelt sich der deutsche Zeichentrickfilm nicht in diese Richtung? (Antwort: Solche Filme verkaufen sich in Deutschland nicht, da die Deutschen anscheinend fast ausnahmslos assoziale, stumpfsinnige Poopheads sind, die in ihrer Reihenhauswohnung mit Bierbauch enden werden und solche Leute und deren Kinder ziehen sabbernden 2 Promille Humor (kessel, kessel) epischen Märchen wie diesem vor). Armes Deutschland : )

(Michael )

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