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Nostalghia

(Orig.: Nostalgiya )

Italien/Frankreich/Sowjetunion   1983

Regie:Andrei Tarkovsky
Buch:Tonino Guerra
Kamera:Giuseppe Lanci
Musik:Giuseppe Verdi, Ludwig van Beethoven
Darst.:Oleg Yankovsky, Erland Josephson, Domiziana Giordano, Patrizia Terreno, Laura De Marchi
Länge:125 min

Der russische Schriftsteller, der in Italien die Biografie eines russischen Musikers schreiben will (Oleg Jankovski), ist krank vor Heimweh. Seine Erinnerung schafft eine Insel im Gehirn, die immer da ist: eine feuchte Wiese, ein Holzhaus am Wald, Regenpfützen, vertraute Gestalten. Die Eindrücke von Landschaft und Architektur, die er in Italien aufnimmt (ein Kloster, ein Hotel, vergammelte Schwefelthermen), die fremde Berührung mit einer wunderschönen Frau, die er sich madonnengleich wünscht (was sie nicht sein kann), die Begegnung mit einem verrückten Welterlösungs-Phantasten, der sich in Rom öffentlich verbrennt (Erland Josephson) - diese bizarre Ruinen-Kultur des Abendlandes rahmt immer nur dies eine: das Haus auf der russischen Regenwiese - Garten Eden der Kindheit. Ein fast religiöses Bild. Die melancholischen Sehnsuchtsfilme des Russen Andrej Tarkovskij ("Andrej Rubljow, Solaris, Der Spiegel, Stalker") verführen leicht zum Kult mit dunklem Grübelweltschmerz -zumal sich deutsche Tiefgründelei gern an russischer Seele labt. Doch was den Zauber dieser Filme ausmacht, jenseits verschwommener Leidensromantik und Erlösungssucht, das ist ihre Poesie: Tarkowskij ist ein Dichter des Films. Und selbst da, wo er mit seiner Philosophie von der existentiellen Ur-Substanz in metaphysische Nebel abtaucht, wirkt seine Phantasie wie ein magischer Kreis: Bilder stehen wie geheime Zeichen. Bei "Nostalghia" sollte man es sich nicht zu schwer machen mit dem Verstehen-Wollen. Denn der zentrale Anlaß dieses Tagtraums erschließt sich ja sehr direkt: Das Heimweh (nach dem Ort und der Zeit der Kindheit, nach der Mutter-Sprache).

(Christian )

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