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Asshak

Schweiz/ Deutschland/ Holland   2003
Regie:Ulrike Koch

Nichts als unendliche Weite, wohin das Auge schaut. Hier, irgendwo in der Sahara, leben die Tuareg mit ihren Kamelen und Ziegen. Ihr Leben wird vom Rhythmus der täglichen Arbeit, den Tiergeburten und der Familientradition bestimmt, und ihr Besitz reduziert sich auf das, was sie zum Leben brauchen. Die Wüste, das Leben in der Wüste und die Faszination für die Mentalität jener, die es auf sich nehmen, dort zu leben, haben es der Filmemacherin Ulrike Koch angetan. Sie und ihr Team haben eine Nomadenfamilie acht Wochen lang begleitet und ein ruhiges, stimmungsvolles Porträt entworfen, das vom traditionsreichen Leben der Tuareg erzählt und lakonisch beweist, dass die stolzen Errungenschaften unseres Fortschritts woanders zu nutzlosem Tand degenerieren. „Ässhäk“ besteht aus hoch verdichteten Ellipsen, die ganz auf einen Erzählerkommentar verzichten. So wird hinreichend Raum für die erlesene, klar konturierte Schönheit der Wüstenfotografie geschaffen. Im selben Maß, in dem die verdichtete Handlung der Fremdheit des anderen ihr Geheimnis lässt, künden die Bilder und die meditative Erzählweise von der Faszination des Nomadischen. Das Leben in der Wüste ist beinahe unmenschlich hart und hat nichts gemein mit den romantischen Zerrbildern einer Tapetenlandschaft aus sanften Dünen und Palmen. Wüste bedeutet in diesem Film vor allem Sand, Wind und ständige Gefahr, ihre Bewohner müssen die Fähigkeit besitzen, sich voll und ganz anzupassen, wenn sie überleben wollen. Die Kamera von Pio Corradi versucht, das Wesen dieser ursprünglichen Beziehung von Mensch und Natur einzufangen. Die harten, stillen und beeindruckenden Bilder einer immer gleichen Landschaft ohne Horizont sind mehr als nur der Rahmen einer Geschichte, die von einem verschwundenen Kamel, der Geburt eines Kindes, den Ritualen und Bräuchen der Tuareg erzählt. Deren Lebensphilosophie, die dem Film seinen Titel gab, meint eine Geisteshaltung, die geprägt ist von Respekt, nobler Zurückhaltung, Selbstbeherrschung und Geduld und einem würdevollen Auftreten, das Ulrike Koch mit nahezu jedem Bild in Szene setzt.

(Oliver )
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