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Graveyard of Honor

(Orig.: Shin jingi no hakaba )

Japan   2002

OmdU, FSK 18

Regie:Takashi Miike
Buch:Shigenori Takechi, nach der Originalvorlage von Goro Fujita
Kamera:Hideo Yamamoto
Darst.:Goro Kishitani, Narimi Arimori, Ryosuke Miki, Daisuke Ryu u.a.
Länge:131 min.

Ishimatsu ( Goro Kishitani) ist Tellerwäscher in einem häufig von Yakuza-Mitgliedern besuchten Restaurant. Als ein Auftragskiller (Takashi MIIKE in einem Cameo-Auftritt) das Restaurant betritt und wild um sich schießt, schlägt Ishimatsus Stunde. Unbeeindruckt von der Panik um ihn herum nimmt er einen Barhocker und zieht ihn dem Mann über den Schädel: Seine Eintrittskarte ins organisierte Verbrechen. Rasant ist sein Aufstieg in der Hierarchie der japanischen Unterwelt, genauso schnell folgt der Fall. Seine Respektlosigkeit verursacht bald mehr Probleme, als er durch Gewalt lösen kann. Bei einem Missverständnis um seinen Lohn erschießt er seinen Boss... der Beginn einer Kettenreaktion. Als ausgestoßener Yakuza, zum Tode verurteilt, geht Ishimatsu seinem Ende entgegen. Er fällt, tiefer und tiefer. Und zieht in seinen Fall alle mit hinein, Feinde wie Freunde. (REM) "Selbst Yakuza sind Menschen. Als Menschen haben sie eine soziale Struktur, deren Regeln sie folgen müssen. Das einzige, was für diejenigen da ist, die diese Regeln brechen, ist der Pfad des Dämons, des Wanderns bis zum Tod." - was die Stimme aus dem Off erklärt, zeigt: Hinter Ishimatsus Schicksal verbirgt sich fast eine Geistergeschichte. Die Mafia ist als Thema, auch des japanischen Kinos, überhaupt nichts Neues. G.O.H. ist selbst das Remake von Kinji Funsakus 1975 entstandenem und längst legendären gleichnamigem Gangsterfilm. Doch Miike hat die Handlung gegenüber dieser ursprünglichen Vorlage um fast drei Jahrzehnte nach hinten verschoben und zugleich einen Großteil der genretypischen Elemente aus seiner Neufassung entfernt, so dass es sich um einen, im Vergleich zu Funsaku völlig neuen Film handelt. Jede Ästhetik hat ihre eigene Moral: Miike bemüht sich, den Stereotypen aus dem Weg zu gehen, nicht zu verklären, weder im Positiven noch im Schlechten. So zeigt er einfach, beschreibt, hart und schnell. Die Kamera ist experimentell, gewagt, erzählt den Cocktail aus Gewalt, Rausch und Überdruss ohne Voyeurismus. In aller Brutalität, die die in Schnee, Dreck und Blut mehr badenden als kämpfenden Figuren wieder in einen tierischen Naturzustand zurückfallen lässt, in dem der eine a la Hobbes vor allem als des anderen Wolf erscheint, wahrt Miike doch immer genug Distanz, um das Menschliche im Gewaltexzess wieder aufscheinen zu lassen. Weil er den Blick für dieses Leiden nie verstellt, bleibt GRAVEYARD OF HONOR auch eine sozialkritische Betrachtung der japanischen Gegenwart, die Darstellung der Universalität des Verbrechens. Doch dem bösen Kind Ishimatsu ist auf Erden nicht zu helfen. Als sein ehemaliger Boss die Nachricht von seinem Tod erhält, flüstert er vor sich hin: "What a laugh….30 years of raising hell." Dieser Hölle ist Ishimatsu am Ende entronnen. Wir müssen ihn uns, in diesem Moment, als einen glücklichen Menschen vorstellen. (Rüdiger Suchsland)

(Markus )

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