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Eine Perle Ewigkeit

(Orig.: La teta asustada )

Spanien/Peru   2009

Drama, FSK 12

Regie:Claudia Llosa
Buch:Claudia Llosa
Kamera:Natasha Brier
Musik:Selma Mutal
Darst.:Magaly Solier Romero: Fausta
Susi Sánchez: Aída
Efraín Solís: Noé
Marino Ballón: Tio Lúcido
Bárbara Lazón: Perpetua
María del Pilar Guerrero: Máxima
Länge:ca. 97 Min.

Spanisch: La teta asustada (deutsch: "die erschrockene Brust"), Englisch: The milk of sorrow, Französisch: Fausta. Schon in den etwas ungelenken Übersetzungsversuchen des Originaltitels spiegelt sich das schwierige Thema wider, mit dem sich die peruanische Regisseurin in dieser sehr poetisch anmutenden Erzählung auseinandersetzt.
Die junge Fausta leidet an der "ängstlichen Brust". Mit dieser Metapher bezeichnet die indigene Bevölkerung eine Krankheit, die sich von einer Frau durch die Muttermilch auf ihre Kinder überträgt, wenn diese während der Schwangerschaft vergewaltigt wurde. Ein Schicksal, mit dem sich in Folge des peruanischen Bürgerkriegs viele Frauen konfrontiert sahen. Dabei waren die Täter gleichermaßen unter den Regierungstruppen und Paramilitärs als auch bei den maoistischen Guerillas zu finden, die sich gegenseitig bekämpften. Faustas Mutter kleidet das ihr widerfahrene Leid in Gesänge der Inkasprache Quechua und versucht damit, auf ihre Weise, dem Trauma zu begegnen. Auch ihre Tochter zieht es in diese Gesangswelten. Sie lebt somit die allgegenwärtigen Angst, das Schicksal ihrer Mutter teilen zu müssen. Doch nach dem Tod der alten Frau bleibt Fausta nichts anderes, als dem vor ihrer Tür lauerndem Leben zu begegnen. Dabei entledigt sie sich langsam sowohl der Last der Vergangenheit, als auch ihrer einverleibten Schutzvorrichtungen...
Das Werk von Claudia Llosa, das auf der Berlinale 2009 überraschenderweise den Goldenen Bären verliehen bekam, spaltete das Publikum und die Kritiker in ihren Bewertungen. Die einen behaupteten, der Film besteche "mit seiner Kombination aus kraftvoller Symbolik, beeindruckenden Bildern, leisem, aber nicht harmlosen Humor, einer schlichten, ganz auf die Hauptfigur zugeschnittenen Geschichte und genauer, fast dokumentarischer Schilderung ihres Umfelds" (Martin Thoma: filmstarts.de). Andere hingegen bezeichnen den Film als "spröde" und eine "Herausforderung an den Kinogänger" (Spiegel online).
Grund genug ins Kino zu gehen und sich selbst ein Urteil zu fällen!

(Lisa )

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